Bundestag: Kleine Anfrage “Pläne der Bundesregierung bezüglich bleihaltiger Jagdmunition”

Berlin: (hib/EIS) Der Plan der Bundesregierung zur Minimierung von Blei in Jagdmunition ist Thema einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion (Originaltext der kleinen Anfrage 19/3990 als PDF). Die Abgeordneten wollen wissen, wie die Reduzierung konkret umgesetzt und überwacht werden soll. Außerdem soll die Regierung dazu Stellung nehmen, dass ein bereits im Jahr 2005 in Norwegen beschlossenes Verbot von bleihaltiger Munition mittlerweile zurückgenommen wurde.

Im aktuellen Koalitionsvertrag heißt es: ” Wir erkennen die Jagd als nachhaltige Nutzungsform an und wollen sie weiterhin stärken…“. Man darf gespannt sein, wie die Damen und Herren Politiker diese Stärkung der Jagd umsetzten.

Ich bleibe an diesem Thema dran und werde die Antwort auf diese Anfrage hier veröffentlichen.

Achtung FAKE-News

Am Freitagnachmittag, dem 25. Mai, ging es los. Eine Meldung von hoher Brisanz tauchte in den Sozialen Medien auf:

Zitat: “Auf den weitläufigen Weiden, des Niedersächsischen Landgestüt Celle, zwischen Cuxhaven und Stade, hat ein Wolfsrudel 43 Jungpferde “komplett”aufgerieben…”

Viele von Euch werden diese Meldung gelesen haben und sich sicher darüber aufgeregt haben. Manche werden sie sicher auch an andere weiter geleitet oder geteilt haben. Das war nicht nur im Kreis der Jäger so. Diese, vermutlich bewusst erstellte, Falschmeldung hat sich auf tausende von Mobilgeräten und Computern verbreitet.

Gestern nun hat das Landesgestüt Celle reagiert und mit dieser Meldung dementiert:

Einen Bären aufgebunden

Diese echte Meldung wurde bislang (leider) nur 275 Mal (Stand: 30.5. 8:20) geteilt.

Menschen neigen dazu Fake-News zu verbreiten. Das ist schon so, seit dem es Massenmedien gibt. Die Nazis haben damit begonnen, Engländer und Amerikaner haben das Potential schnell erkannt.

Der Computerlinguist Soroush Vosoughi und seine Kollegen haben 4,5 Millionen Twitter Nachrichten der vergangenen 12 Jahre analysiert und eine Studie über die Verbreitung von Falschnachrichten im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht. Das Fazit dieser Studie besagt, dass Menschen eine Falschmeldung auf Twitter fast doppelt so oft teilen wie echte Nachrichten. Eine “Ente” erreicht 1500 Nutzer dabei 6 Mal schneller als eine echte Nachricht.

Aber warum glauben wir so schnell was uns da vorgetragen wird?

Ich sehe dafür mehrere Ursachen:

  • Menschen, die schon eine negative Einstellung zu einem Thema haben fühlen sich durch eine Meldung bestätigt. Die neue Meldung wird als Bestätigung der eigenen Einstellung gern (ungeprüft) weiter verbreitet. Frei nach dem Motto: “Ich wusste es doch…”.
  • Fake-News haben oft einen emotionalen und einen polemischen bzw. hetzerischen Faktor. Dafür sind Menschen empfänglich.
  • Nachrichten die vorher schon vielfach geteilt wurden bekommen allein durch die weite Verbreitung schnell den Stempel “Wahrheit”.

Fake-News greifen unsere Emotionen an und werden rhetorisch perfekt verpackt.

Als Fazit muss man warnen: Wo übermäßig mit Mitteln der Übertreibung, des Sarkasmus und der Ironie gearbeitet wird oder wenn der Autor einen Strohmann-Trugschluss nutzt um Emotionen anzusprechen, da ist VORSICHT geboten!


Nutzt auch gern die Möglichkeit euch anzumelden. Dann könnt Ihr Beiträge kommentieren und gern auch eigene erstellen.

Fellwechsel GmbH – Die Balgsaison ist zu Ende

Der DJV hat die Fellwechsel GmbH gegründet um dem Raubwild-Baldg mehr Beachtung zu schenken. Schauen Sie sich hier den Flyer an:

Fellwechsel-Flyer

Die folgenden Bälge werden angenommen: Rotfuchs, Marderhund, Waschbär, Dachs, Stein- und Baummarder, Iltis, Mink, Nutria und Bisam. Die Tiere sollten mit Schrot oder der kleinen Kugel erlegt worden sein. Die Tiere bitte nach dem Erlegen zeitnah einzeln und kompakt (zusammengerollt) in einem stabilen Kuststoffsack einfrieren und mit einem Herkunftsnachweis versehen.

Zur nächsten Saison finden Sie hier auch die Annahmestellen.

Aktuell informiert Herr Daniels von der Fellwechsel GmbH über das Ende der Balgsaison 17/18:

— Zitat:

Liebe Jägerinnen und Jäger,

ab Mitte Februar bereiten sich die Tiere auf den Haarwechsel vor und damit ist die Balgsaison für das Jagdjahr 2017/2018 zu Ende und wir bitten Sie keine weiteren Tiere in die Sammelstellen zu bringen.
Für die großartige Unterstützung in der auslaufenden Saison bedanken wir uns recht herzlich!
Bitte melden Sie uns unter f.daniels@fellwechsel.org ihre aktuellen Bestände damit wir eine Abholung organisieren können.
Der Bau der Abbalgstation in Rastatt macht große Fortschritte, so dass wir voraussichtlich ab Mai produktionsfähig sind.

Waidmannsheil

Andreas Leppmann
Geschäftsführer

Frederik Daniels
Leiter der Abbalgstation

Kontakt:
E-Mail: f.daniels@fellwechsel.org
Telefon: 0176/77058347

— Zitat Ende