Gute Vorbereitung ist das A & O

Uns Jägern ist nicht nur der Umgang mit Waffen erlaubt sondern wir haben auch die Erlaubnis im Revier (also in der Öffentlichkeit) zu schießen. Das ist in § 13 Abs. 6 Waffengesetz (WaffG) geregelt. Diese Genehmigung zum schießen in der freien Natur haben nur wir Jäger. Selbst für die Polizei und das Militär (in Friedenszeiten) gelten viel strengere Regeln als für uns Jäger. Damit wird dem Jäger aber nicht nur das Recht gegeben sondern auch eine Pflicht auferlegt. Wir haben die Pflicht zur besonderen Rücksichtnahme und Vorsicht.

Am vergangenen Wochenende hat in Bad Kreuznach ein Jäger auf einer Gesellschaftsjagd eine Frau in ihrem eigenen Garten tödlich verletzt. Nach Ermittlungen der Polizei hat der Jäger zuerst auf ein Wildschwein und dann auf einen Frischling geschossen. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert aus diesem Anlass “das längst überfällige Verbot der sogenannten Hobbyjagd in Deutschland”.

Selbstverständlich können Unfälle passieren. Das ist immer tragisch und wir leiden mit den Geschädigten und Hinterbliebenen.

Wir als verantwortungsvolle legale Waffenbesitzer haben aber die Pflicht, wirklich alles zu tun um solche Unfälle zu verhindern. Dabei gelten vor allem zwei ultimative Regeln:

  1. Gute Vorbereitung
  2. Ausreichender Kugelfang

Der Kugelfang soll dabei nicht nur den Durch- oder Fehlschuss auffangen sondern auch Geschossfragmente und Querschläger aufhalten. Ein Maisfeld oder ein Baum bzw. Wald ist kein Kugelfang.

Die gute Vorbereitung beginnt mit der Planung. Dies gilt sowohl für jeden einzelnen Jäger als auch für den Jagdherren und Organisator einer Gesellschaftsjagd. Jeder muss sich vor der Schussabgabe im klaren sein, was vor seiner Büchse, mindestens 10° rechts und 10° links der Mündung, passiert. Wege, Ortschaften, einzelne Häuser, andere Hochsitze etc. Sowohl im eigenen Revier als auch (und insbesondere) wenn man in ein fremdes Revier kommt kann das Smartphone helfen. Ein Blick auf diese tollen interaktiven Karten mit Satellitenbildern deckt so manche Gefahr auf. Bei gut organisierten Gesellschaftsjagden werden Gefahrensektoren markiert. Aber selbst wenn das der Fall ist muss sich jeder einzelne persönlich absichern. Ein Blick auf die Karte, ob nun auf dem Bildschirm oder auf dem Papier, kann leben retten!

Aus eigener Erfahrung kenne ich Situationen die zu Unfällen hätten führen können. Ich weiß genau, wie sehr man sich auf die Sicherheit konzentrieren muss, wenn man gleichzeitig darauf fokussiert ist sein Ziel zu treffen. Man eins mit der Waffe und blendet leicht alles um sich herum aus. Das ist ein Stück weit auch nötig um gut zu treffen. Es ist aber unumgänglich auch die Umgebung im Auge zu behalten. Das kann man aber nur, wenn man mit beiden geöffneten Augen schießt. Sobald man ein Auge zukneift um besser durch das Zielfernrohr zu schauen hat man nur noch den begrenzten Blickwinkel der Optik. Meine Empfehlung hier heißt: TRAINIEREN ! Folgen Sie auf dem Hochsitz einem imaginären Ziel und trainieren Sie Ihre Muskeln so, dass Sie automatisch vor dem Gefahrenbereich anhalten und auf den Schuss verzichten. In einigen Schießkinos lassen sich auch Gefahrenbereiche oder “unbeteiligte Objekte” einblenden.

Fazit: Gute Vorbereitung ist das A & O um Unfälle zu vermeiden.

Wilderei: Schon 7 Wölfe in Niedersachsen illegal getötet

In Niedersachsen sind seit dem Jahr 2000 schon sieben Wölfe illegal getötet worden. Davon drei in diesem Jahr (Stand: 15. Oktober 2018). Deutschlandweit beläuft sich die Anzahl getöteter Wölfe inzwischen auf 35. Diese Information geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die an das Referat Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gerichtete Anfrage thematisiert die Wilderei in Deutschland und fragt unter anderem nach der Zahl der getöteten Wölfe.

Alle in Deutschland tot aufgefundenen Wölfe werden am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin auf die Todesursache hin untersucht. Die “Hitliste” der illegalen Wolfstötungen führt Brandenburg mit 12 toten Wölfen an. Gefolgt von Sachsen (mit 8) und Niedersachsen (mit 7) auf Platz 3.

Die Gesamtzahlen der Jagdwilderei (§ 292 StGB) ist seit 2007 zwar schwankend aber in etwa gleichbleibend. Die Zahl der Verurteilten Jagdwilderer hingegen ist leicht rückläufig. Die Zahl der damit verbundenen Freiheitsstrafen ist prozentual dahingegen leicht gestiegen. Auch die Zahl der größeren Geldstrafen (31 und mehr Tagessätze) ist gestiegen.

ASP: Erkennung, Verbreitung und eventuelle Impfung?

Erkennung

Das Friedrich Löffler Institut (FLI) hat anhand von Fotos aus Lettland einen Leitfaden zur Erkennung der ASP erstellt: FLI: ASP Erkennung beim Schwarzwild. Das Dokument zeigt wie am am lebenden Stück und am Aufbruch erkennt ob eine Erkrankung an der ASP vorliegt. Jeder Jäger sollte diese 7 Seiten verinnerlichen und sich vor Augen führen, dass die genannten Symptome am lebenden Stück auf jeden Fall einen Hegeabschuss rechtfertigen!

Verbreitung

Aktuell

Hier die aktuelle Verbreitungskarte des FLI:
FLI ASP Karte 20181113
Auffällig ist, dass im Norden in erster Linie Wildschweine und im Süden hauptsächlich Hausschweine betroffen sind. Woran das liegt kann ich nicht sagen. Ich glaube aber nicht, dass es im südöstlichen Rumänien so viel weniger Wildschweine gibt als in Estland, Lettland und Litauen. Ich bitte jeden, der hierzu etwas beitragen kann sich anzumelden und einen Kommentar zum Beitrag zu hinterlassen!

Vergleich zu den Vorjahren

Vergleicht man die Verbreitung und die Häufigkeit in den Regionen bis 2015 zurück sieht es so aus:
FLI ASP Karte 2017
FLI ASP Karte 2016
FLI ASP Karte 2015
Das Gebiet hat sich ausgedehnt und die Fallzahlen sind, vor allem im westlichen Estland, stark gestiegen.
Hier ist aber auch sehr auffällig, dass die Ausbreitung nach Südosten vor allem Hausschweine betrifft. Stecken diese dann wiederum Wildschweine an? Auch auf diese Frage konnte ich keine wissenschaftlich belastbare Antwort finden.

Dass die Ausbruchsstellen oft weit auseinander sind haben wir ja schon früher diskutiert.

Impfung?

Noch im Oktober 2017 hat das FLI zusammen mit dem DJV eine Pressemitteilung herausgegeben in der erläutert wird, dass es für die ASP in absehbarer Zeit keinen Impfstoff geben wird. Diese Situation hat sich dank der Arbeit von Professor José Manuel Sánchez-Vizcaíno Rodríguez von der Universität Madrid offenbar geändert. Am vergangenen Mittwoch erläuterte der Virologe auf der Viehmesse “Sepor” (Feria ganadera, Industrial y Agroalimentaria) im spanischen Lorca, dass er einen Schluck-Impfstoff entwickelt hat. Das Schutzniveau soll sehr hoch sein. Es gibt aber noch Forschungsbedarf hinsichtlich der Haltbarkeit des Stoffes. Auch hat man noch keine Erkenntnisse zu möglichen Folgen einer Überdosierung durch Aufnahme mehrerer Köder. Marktreif kann die Impfung also vermutlich erst in zwei Jahren sein.

Zwischen 1970 und 1990 hat man viel Erfahrung mit Impfungen bei Wildtieren gemacht. Damals hat man den Fuchs gegen Tollwut immunisiert. Die Probleme sind heute die gleichen wie damals: Wie stellt man sicher, dass nur die zu impfende Tierart auch an den Köder gehen? Wie kann man verhindern, dass Menschen (Kinder) die Köder aufnehmen? Was passiert bei Überdosierung oder mit Tieren, die frisch geimpften Tiere fressen? Beim Wildschein, als Fleischlieferant für den menschlichen Genuss, kommt dann noch hinzu wie man erkennt wie lange die Impfung her ist und wann der Verzehr des Fleisches wieder sicher ist.

Bei all diesen Fragen ist mir nicht klar, ob wir wirklich mit einem Impfstoff und dessen Freigabe rechnen können.

mögliches Fazit:

  • Bitte diskutiert die Früherkennung mit allen Jägern, Spaziergängern und Natur interessierten und bittet um Rückmeldung für den Fall von Auffälligkeiten!
  • Bitte, und das ist besonders wichtig: Informiert jeden, der in ein ASP Gebiet fährt oder von da kommt, auf keinen Fall Fleisch, Tierprodukte oder Trophäen mitzubringen!

Änderungen am Niedersächsischen Jagdgesetz

Gestern hat die Niedersächsische Landesregierung die Änderung des Landesjagdgesetzes Niedersachsen (NJagdG) beschlossen.

Bevor ich jetzt ins Eingemachte gehe und riskiere, dass keiner weiter liest setze ich die Zusammenfassung an den Anfang. Sortiert nach der Häufigkeit der Nachfragen sind folgende Punkte für uns Jäger und Pächter dabei wichtig:

  1. Die Jagd mit Schalldämpfern ist zukünftig in Niedersachsen erlaubt.
    Aber Achtung: Wir reden hier vom Jagdgesetz und nicht vom Waffengesetz. Die Jagd mit Schalldämpfer ist in NDS jetzt erlaubt aber der Eintrag eines Schalldämpfers inkl. Erwerbsgenehmigung ist im Waffenrecht verankert, das bislang noch nicht geändert wurde! Wer also in einem Bundesland wohn in dem Schalldämpfer waffenrechtlich erlaubt sind (z.B. MV) und in NDS jagd darf seinen Schalldämpfer benutzen. Ein niedersächsischer Jäger darf sich auch einen Schalldämpfer (genau wie jede andere Waffe) von einem anderen Jäger ausleihen und dann in NDS Jagen.
  2. Der § 24 – Erweiterungen und Einschränkungen von Verboten – wird geändert. Dabei werden etliche sachliche Verbote des § 19 BJagdG im Fall der Seuchenbekämpfung und deren Vorbeuge außer Kraft gesetzt. Wenn die Behörde es erlaubt darf z.B.
    1. auch mit Nachtzielgeräten gearbeitet werden.
    2. an Fütterungen zur Notzeit geschossen werden.
    3. Wild aus Luft- und Kraftfahrzeugen erlegt werden.
    4. Wild vergiftet werden bzw. vergiftete oder betäubende Köder ausgelegt werden.

Aber ACHTUNG: Das gilt NUR wenn die Behörde eine zeitlich beschränkte Ausnahmegenehmigung im oben genannten Fall ausstellt!

  1. Im § 26 geht es um die Jagd- und Schonzeiten. Die Jagdbehörde ist nun ermächtigt Schonzeiten (auch die Elterntierregelung) per Verordnung im Einzelfall aufzuheben bzw. auszusetzen. Für Nutria hat man den Elterntierschutz aufgehoben.
  2. Das überjagen von Jagdhunden bei Bewegungsjagden muss künftig geduldet werden wenn die Bewegungsjagd dem Jagdnachbarn mindestens zwei Wochen vorher gemeldet wurde.
  3. Die Jagd in befriedeten Jagdbezirken und jagdbezirksfreie Grundflächen wird für den Fall, dass die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet ist neu geregelt (siehe unten).
  4. In § 32 gibt es Vereinfachungen die das Füttern betreffen. Kirren ist mit Aufbruch oder Teilen von Schwarzwild künftig verboten. Fütterungseinrichtungen und -behältern sind beim Kirren weiterhin verboten.
  5. Künftig ist Wildschaden nicht mehr ersatzpflichtig wenn das verursachende Wild nicht bejagt werden darf (Jagd ruht oder ist untersagt).
  6. Auch bei der Definition der Ordnungswidrigkeiten hat sich einiges geringfügig  geändert (siehe unten).

Das Gesetz tritt erst am Tag seiner Verkündung in Kraft bzw. Artikel 1 Nummern 5 und 8 am 1. Dezember 2018.

Das NJagdG in seiner aktuell gültigen Form ist immer hier zu finden.


Und nun die Änderungen im Detail:

In der 27. Sitzung des Niedersächsischen Landtages der 18. Wahlperiode, am 24. Oktober 2018, wurde bezüglich der Änderung des NJagdG folgendes beraten:

Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes Gesetzentwurf der Landesregierung – Drucksache 18/1369

Beschlussempfehlung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz – Drucksache 18/1865 Nr. 1

Der Gesetzentwurf wurde in abschließender Beratung behandelt. Er wurde mit Änderungen angenommen.

Beschlussempfehlung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz – Drucksache 18/1865 Nr. 2

Die in der Beschlussempfehlung aufgeführte Eingabe wurde für erledigt erklärt.

Noch sind die neuen Änderungen des NJagdG nicht offiziell veröffentlicht. An dieser Stelle möchte ich die Neuerungen in den einzelnen Paragraphen einmal erläutern. Das Niedersächsische Jagdgesetz vom 16. März 2001 (Nds. GVBl. S. 100), zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Juni 2016 (Nds. GVBl. S. 114), wird wie folgt geändert:

Im § 4 – Jagdhunde – wird der folgende Absatz 4 eingefügt und der bisherige Absatz 4 wird zu Absatz 5:

(4) Bei einer Bewegungsjagd auf Schalenwild sind die Jagdausübungsberechtigten eines nicht an der Jagd beteiligten Jagdbezirks verpflichtet, das Überjagen von Jagdhunden zu dulden, wenn die Jagd einem von ihnen durch einen Jagdausübungsberechtigten eines beteiligten Jagdbezirks mindestens zwei Wochen vorher angezeigt worden ist und die Jagdausübungsberechtigten der beteiligten Jagdbezirke die ihnen zumutbaren organisatorischen Maßnahmen gegen ein Überjagen getroffen haben. Bewegungsjagd ist eine Jagd, bei der Wild gezielt beunruhigt wird.

§ 9 – Befriedete Bezirke und Naturschutzgebiete – wird wie folgt geändert:

In der Überschrift werden nach dem Wort „Bezirke“ ein Komma und die Worte „jagdbezirksfreie Grundflächen“ eingefügt.

Absatz 3 erhält folgende neue Fassung:

(3) Wenn die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet wird, kann die Jagdbehörde in befriedeten Bezirken nach Absatz 1 Nrn. 2 bis 6 oder nach Absatz 2 sowie auf Grundflächen, die zu keinem Jagdbezirk gehören (jagdbezirksfreie Grundflächen), den Eigentümerinnen oder Eigentümern oder an deren Stelle den Nießbrauchsberechtigten eine beschränkte Ausübung der Jagd gestatten. Diese sollen, wenn sie nicht selbst einen Jagdschein besitzen, mit der Durchführung der beschränkten Ausübung der Jagd

  1. in befriedeten Bezirken die jagdausübungsberechtigte Person des betreffenden Jagdbezirks und
  2. auf jagdbezirksfreien Grundflächen die jagdausübungsberechtigte Person eines angrenzenden Jagdbezirks

einschließlich deren Jagderlaubnisberechtigte beauftragen.

Bisher lautete Absatz 3 wie folgt:

Wenn die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet wird, kann die Jagdbehörde in befriedeten Bezirken nach Absatz 1 Nrn. 2 bis 6 und Absatz 2 eine beschränkte Ausübung der Jagd durch eine zur Jagd befugte Person gestatten. In den Fällen des Absatzes 2 sollen die Eigentümerinnen, Eigentümer und Nutzungsberechtigten, wenn sie nicht selbst befugte Jägerinnen oder Jäger sind, bevorzugt die jagdausübungsberechtigte Person des betreffenden Jagdbezirks einschließlich deren Jagderlaubnisberechtigte mit der Durchführung und dem Recht zur Aneignung des erlegten Wildes beauftragen.

Nach Absatz 3 wird der folgende Absatz 4 eingefügt. Dabei werden die bisherigen Absätze 4 und 5 zu 5 und 6:

(4) Die Jagdbehörde kann anordnen, dass die Eigentümerin oder der Eigentümer eines Grundstücks eines befriedeten Bezirks nach Absatz 1 Nrn. 2 bis 6 oder nach Absatz 2 oder einer jagdbezirksfreien Grundfläche unabhängig von den Schonzeiten innerhalb einer bestimmten Frist in bestimmtem Umfang den Wildbestand zu verringern hat, wenn dies mit Rücksicht auf das allgemeine Wohl, insbesondere auf die Interessen der Land-, Forst- oder Fischereiwirtschaft oder die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege, notwendig ist. Absatz 3 Satz 2 gilt entsprechend. 2§ 27 Abs. 2 des Bundesjagdgesetzes gilt mit der Maßgabe entsprechend, dass an die Stelle des Jagdausübungsberechtigten die Eigentümerin oder der Eigentümer tritt.“

Im Absatz 6 (vormals 5) werden in Satz 2 werden die Worte „Setz- und Aufzuchtzeiten“ durch das Wort „Setzzeiten“ ersetzt

Ursprünglich wollte man mit dem geplanten § 9a auch nicht Jägern den Fang von Nutria an Gewässern erlauben. Dieser § 9a wird nicht einfließen.

§ 24 – Erweiterungen und Einschränkungen von Verboten – wird wie folgt geändert:

Absatz 1 wird wie folgt geändert:

  1. Der bisherige Satz 1 wird einziger Satz und wie folgt geändert:
    Nach dem Wort „Pfeilen“ wird das Komma durch das Wort „oder“ ersetzt und die Worte „oder Schusswaffen mit Schalldämpfern“ werden gestrichen.
  2. Satz 2 wird gestrichen.

Absatz 1 lautete bisher:

Es ist über § 19 des Bundesjagdgesetzes hinaus verboten, die Jagd unter Verwendung von Betäubungs- oder Lähmungsmitteln, Sprengstoffen, elektrischem Strom, Haken, Schleudern, Bolzen, Pfeilen, Luftdruckwaffen oder Schusswaffen mit Schalldämpfern oder die Jagd auf Wasserfederwild an und über Gewässern unter Verwendung von Bleischrot auszuüben. 2 Die oberste Jagdbehörde kann zur Verbesserung des Tierschutzes durch Verordnung weitere Verbotsregelungen treffen.

In der neuen Fassung wird der Absatz 1 nun wie folgt lauten:

Es ist über § 19 des Bundesjagdgesetzes hinaus verboten, die Jagd unter Verwendung von Betäubungs- oder Lähmungsmitteln, Sprengstoffen, elektrischem Strom, Haken, Schleudern, Bolzen, Pfeilen oder Luftdruckwaffen oder die Jagd auf Wasserfederwild an und über Gewässern unter Verwendung von Bleischrot auszuüben.

Es werden die folgenden neuen Absätze 4 und 5 eingefügt:

(4) Die oberste Jagdbehörde wird ermächtigt, durch Verordnung

  1. zur Vorbeugung vor Wildseuchen oder zu deren Bekämpfung die Verbote der Absätze 1 und 2 Satz 2 sowie die Verbote des § 19 Abs. 1 Nrn. 1 bis 6, 10, 11 und 15 des Bundesjagdgesetzes oder

1/1 zu Zwecken der wissenschaftlichen Lehre und Forschung die Verbote der Absätze 1 und 2 Satz 2 sowie die Verbote des § 19 Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes mit Ausnahme der Nummer 16 einzuschränken.

(5) Die oberste Jagdbehörde kann in Einzelfällen für bestimmte Gebiete

  1. die Verbote der Absätze 1 und 2 Satz 2 sowie die Verbote des § 19 Abs. 1 Nrn. 1 bis 6, 10, 11 und 15 des Bundesjagdgesetzes zu den in Absatz 4 Nr. 1 genannten Zwecken und
  2. die Verbote der Absätze 1 und 2 Satz 2 sowie die Verbote des § 19 Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes mit Ausnahme der Nummer 16 zu den in Absatz 4 Nr. 1/1 genannten Zwecken

für bestimmte Zeiträume einschränken.

Die bisherigen Absätze 4 und 5 werden Absätze 6 und 7. Im neuen Absatz 6 werden die Worte „für Forschungszwecke oder“ gestrichen.

 

§ 26 – Bestimmung von Jagd- und Schonzeiten – wird wie folgt geändert:

§ 26 lautete bisher:

(1) Die oberste Jagdbehörde wird ermächtigt, durch Verordnung

  1. nach den in § 1 Abs. 2 des Bundesjagdgesetzes bestimmten Zielen und Grundsätzen der Hege und unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Natur-, Arten- und Tierschutzes die Jagdzeiten für Wild, auch abweichend vom Bundesrecht, zu bestimmen und dabei für Vogelschutzgebiete unter Berücksichtigung des Schutzzwecks dieser Gebiete besondere Jagdzeiten für die Jagd auf Wasserfederwild zu bestimmen sowie
  2. die wildartspezifischen Setz-, Brut- und Aufzuchtzeiten (§ 22 Abs. 4 des Bundesjagdgesetzes) zu bestimmen.

Die Vogelschutzgebiete und ihre Abgrenzung ergeben sich aus den im Niedersächsischen Ministerialblatt bekannt gemachten Beschlüssen der Landesregierung über die Erklärung von Gebieten zu Vogelschutzgebieten. Die Jagdbehörde kann durch Verfügung gegenüber den Jagdausübungsberechtigten die besonderen Jagdzeiten für Vogelschutzgebiete nach Satz 1 Nr. 1 in einzelnen Jagdbezirken

  1. jeweils für die erste oder die zweite Monatshälfte aufheben oder
  2. für zwei von ihr dort gebildete Teilräume mit einer Größe von jeweils mindestens 100 Hektar in der Weise aufheben, dass in einem der Teilräume jeweils in der ersten und in dem anderen der Teilräume jeweils in der zweiten Monatshälfte gejagt werden darf.

(2) Die Jagdbehörde wird ermächtigt, zum Erlegen von krankem oder kümmerndem Wild, zur Wildseuchenbekämpfung, aus Gründen der Wildhege oder des Artenschutzes, zu wissenschaftlichen Zwecken oder zur Vermeidung von übermäßigen Wildschäden Schonzeiten durch Verordnung aufzuheben.

(3) Die Jagdbehörde kann durch Verfügung gegenüber den Jagdausübungsberechtigten für einzelne Jagdbezirke Bestimmungen nach Absatz 2 treffen.

(4) Die Jagdbehörde kann im Einzelfall gestatten,

  1. zu wissenschaftlichen Zwecken Wild in der Schonzeit zu erlegen,
  2. Wild in der Schonzeit unversehrt zu fangen,
  3. zu wissenschaftlichen Zwecken, für Zwecke der Aufzucht oder aus Gründen des Artenschutzes Gelege des Federwildes auszunehmen oder zu zerstören,
  4. zu wissenschaftlichen Zwecken oder aus Gründen des Jagd- oder des Artenschutzes Federwild mit Fallen, Netzen, Reusen oder ähnlichen Einrichtungen zu fangen.

Satz 1 wird wie folgt geändert und Nummer 3 und 4 angefügt:

  1. zur Wildseuchenbekämpfung Ausnahmen von dem Jagdverbot nach § 22 Abs. 4 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes zuzulassen, und zwar abweichend von § 22 Abs. 4 Satz 2 des Bundesjagdgesetzes auch für dort nicht genanntes Wild
  2. Sind in einem Vogelschutzgebiet besondere Jagdzeiten für Wasserfederwild nicht bestimmt, so kann die Jagdbehörde durch Verfügung gegenüber den Jagdausübungsberechtigten die Jagdzeiten für Wasserfederwild in einzelnen Jagdbezirken zur Erreichung des Schutzzwecks verkürzen.

Es wird der folgende neue Absatz 2 eingefügt:

(2) Abweichend von § 28 a Abs. 3 Halbsatz 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 4 Sätze 1 und 2 des Bundesjagdgesetzes dürfen auch die für die Aufzucht von Nutrias notwendigen Elterntiere bejagt werden.

Die bisherigen Absätze 2 bis 4 werden Absätze 3 bis 5.

Im neuen Absatz 5 werden in der Nummer 4 die Worte „zu wissenschaftlichen Zwecken oder“ gestrichen.

Neu lautet der § 26 nun also:

(1) Die oberste Jagdbehörde wird ermächtigt, durch Verordnung

  1. nach den in § 1 Abs. 2 des Bundesjagdgesetzes bestimmten Zielen und Grundsätzen der Hege und unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Natur-, Arten- und Tierschutzes die Jagdzeiten für Wild, auch abweichend vom Bundesrecht, zu bestimmen und dabei für Vogelschutzgebiete unter Berücksichtigung des Schutzzwecks dieser Gebiete besondere Jagdzeiten für die Jagd auf Wasserfederwild zu bestimmen sowie
  2. die wildartspezifischen Setz-, Brut- und Aufzuchtzeiten (§ 22 Abs. 4 des Bundesjagdgesetzes) zu bestimmen.
  3. zur Wildseuchenbekämpfung Ausnahmen von dem Jagdverbot nach § 22 Abs. 4 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes zuzulassen, und zwar abweichend von § 22 Abs. 4 Satz 2 des Bundesjagdgesetzes auch für dort nicht genanntes Wild
  4. Sind in einem Vogelschutzgebiet besondere Jagdzeiten für Wasserfederwild nicht bestimmt, so kann die Jagdbehörde durch Verfügung gegenüber den Jagdausübungsberechtigten die Jagdzeiten für Wasserfederwild in einzelnen Jagdbezirken zur Erreichung des Schutzzwecks verkürzen.

Die Vogelschutzgebiete und ihre Abgrenzung ergeben sich aus den im Niedersächsischen Ministerialblatt bekannt gemachten Beschlüssen der Landesregierung über die Erklärung von Gebieten zu Vogelschutzgebieten. Die Jagdbehörde kann durch Verfügung gegenüber den Jagdausübungsberechtigten die besonderen Jagdzeiten für Vogelschutzgebiete nach Satz 1 Nr. 1 in einzelnen Jagdbezirken

  1. jeweils für die erste oder die zweite Monatshälfte aufheben oder
  2. für zwei von ihr dort gebildete Teilräume mit einer Größe von jeweils mindestens 100 Hektar in der Weise aufheben, dass in einem der Teilräume jeweils in der ersten und in dem anderen der Teilräume jeweils in der zweiten Monatshälfte gejagt werden darf.

(2) Abweichend von § 28 a Abs. 3 Halbsatz 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 4 Sätze 1 und 2 des Bundesjagdgesetzes dürfen auch die für die Aufzucht von Nutrias notwendigen Elterntiere bejagt werden.

(3) Die Jagdbehörde wird ermächtigt, zum Erlegen von krankem oder kümmerndem Wild, zur Wildseuchenbekämpfung, aus Gründen der Wildhege oder des Artenschutzes, zu wissenschaftlichen Zwecken oder zur Vermeidung von übermäßigen Wildschäden Schonzeiten durch Verordnung aufzuheben.

(4) Die Jagdbehörde kann durch Verfügung gegenüber den Jagdausübungsberechtigten für einzelne Jagdbezirke Bestimmungen nach Absatz 2 treffen.

(5) Die Jagdbehörde kann im Einzelfall gestatten,

  1. zu wissenschaftlichen Zwecken Wild in der Schonzeit zu erlegen,
  2. Wild in der Schonzeit unversehrt zu fangen,
  3. zu wissenschaftlichen Zwecken, für Zwecke der Aufzucht oder aus Gründen des Artenschutzes Gelege des Federwildes auszunehmen oder zu zerstören,
  4. aus Gründen des Jagd- oder des Artenschutzes Federwild mit Fallen, Netzen, Reusen oder ähnlichen Einrichtungen zu fangen.

Der § 32 – Füttern – erhält eine neue Form:

Bisher lautete § 32 wie folgt:

(1) Wenn Wild Not leidet (Notzeit), ist für seine ausreichende artgerechte Ernährung zu sorgen. Die Kreisjägermeisterin oder der Kreisjägermeister gibt Beginn und Ende einer Notzeit für die betroffenen Bereiche bekannt. Die Jagdausübung (§ 1 Abs. 4 Bundesjagdgesetz) ist in diesen Bereichen in dieser Zeit nicht zulässig.

(2) In der Zeit vom 1. Januar bis 30. April darf Wild auch außerhalb von Notzeiten mit artgerechtem Futter gefüttert werden. Wird in dieser Zeit Schalenwild in einem Jagdbezirk gefüttert, so ist die Jagdausübung auf Schalenwild mit Ausnahme der Bejagung von Schwarzwild im Rahmen der Jagdzeitenverordnungen nicht zulässig.

(3) In der Zeit vom 1. Mai bis 31. Dezember darf Wild, Schalenwild jedoch nur mit Genehmigung der Jagdbehörde, artgerecht gefüttert werden, um ausgesetztes Wild einzugewöhnen oder als Ablenkung zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden im Einzelfall. In Fremdenverkehrsgebieten können mit Genehmigung der Jagdbehörde für die Allgemeinheit zugängliche Schaufütterungen für Schalenwild errichtet und ganzjährig mit artgerechtem Futter beschickt werden, wenn dieses nicht zu übermäßigen Wildschäden im Umfeld führt. Die Genehmigungen können mit Auflagen versehen und befristet werden.

(4) Im Umkreis von 200 m um beschickte Fütterungen darf nicht auf Schalenwild gejagt werden.

(5) Die Jagdbehörde kann aus Gründen der ordnungsgemäßen Wildbewirtschaftung im Einzelfall Ausnahmen von den Regelungen der Absätze 1 bis 4 zulassen.

Neu lautet § 32 nun so:

(1) Wenn Wild Not leidet (Notzeit), ist für seine ausreichende Ernährung zu sorgen. Die Kreisjägermeisterin oder der Kreisjägermeister gibt Beginn und Ende einer Notzeit für die betroffenen Bereiche bekannt. Die Jagdausübung (§ 1 Abs. 4 des Bundesjagdgesetzes) in diesen Bereichen ist in der Notzeit nicht zulässig.

(2) Außerhalb der Notzeit ist das Füttern von Wild unzulässig. Dies gilt nicht für das Füttern

  1. von Federwild in der Zeit vom 1. Januar bis 30. April,
  2. zur Eingewöhnung ausgesetzten Wildes nach Anzeige bei der Jagdbehörde und
  3. von Schalenwild, um es zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden im Einzelfall abzulenken, mit Genehmigung der Jagdbehörde.

In Fremdenverkehrsgebieten können mit Genehmigung der Jagdbehörde für die Allgemeinheit zugängliche Schaufütterungen für Schalenwild errichtet und ganzjährig mit Futter beschickt werden, wenn dieses nicht zu übermäßigen Wildschäden im Umfeld führt. Die Genehmigungen können mit Auflagen versehen und befristet werden.

(3) Die Jagdbehörde kann aus Gründen der ordnungsgemäßen Wildbewirtschaftung im Einzelfall Ausnahmen von den Regelungen des Absatzes 1 Satz 3 und des Absatzes 2 Satz 1 zulassen.

Der § 33 – Kirren – erhält eine neue Form:

Bisher lautete § 33 wie folgt:

Futter darf zum Anlocken und Erlegen des Wildes nur

  1. in geringen Mengen,
  2. als artgerechtes Futter und
  3. ohne Verwendung von Fütterungseinrichtungen und -behältern

ausgebracht werden (Kirren).

Neu lautet § 33 nun so:

Zum Anlocken und Erlegen des Wildes darf Futter in geringen Mengen ausgebracht werden (Kirren). Kirreinrichtungen und -behälter sowie nicht artgerechtes Futter dürfen beim Kirren nicht verwendet werden. Die Jagdbehörde kann Ausnahmen von den Verboten des Satzes 2 zulassen.

Der § 33a – Futtermittel – wird wie folgt geändert:

Es wird der folgende neue Absatz 1 eingefügt:

(1) Wild darf nur mit artgerechtem Futter gefüttert werden.

Der bisherige Wortlaut wird Absatz 2 und wie folgt geändert:

In Satz 2 werden am Ende ein Semikolon und die Worte „dies gilt nicht für Aufbrüche und Teile von Schwarzwild“ eingefügt.

Bisher lautete § 33a wie folgt:

Das Füttern und Kirren des Wildes mit

  1. proteinhaltigen Erzeugnissen oder Fetten aus Gewebe warmblütiger Landtiere,
  2. Fischen, Fischteilen oder proteinhaltigen Erzeugnissen von Fischen oder
  3. Mischfuttermitteln, die diese Einzelfuttermittel enthalten,

ist verboten. Für das Kirren von Füchsen, Waschbären, Marderhunden und Minken dürfen Aufbrüche und Teile von Wild, bei dem kein Verdacht auf Vorliegen einer auf Mensch oder Tier übertragbaren Krankheit besteht, verwendet werden.

Neu lautet § 33a nun so:

(1) Wild darf nur mit artgerechtem Futter gefüttert werden.

(2) Das Füttern und Kirren des Wildes mit

  1. proteinhaltigen Erzeugnissen oder Fetten aus Gewebe warmblütiger Landtiere,
  2. Fischen, Fischteilen oder proteinhaltigen Erzeugnissen von Fischen oder
  3. Mischfuttermitteln, die diese Einzelfuttermittel enthalten,

ist verboten. Für das Kirren von Füchsen, Waschbären, Marderhunden und Minken dürfen Aufbrüche und Teile von Wild, bei dem kein Verdacht auf Vorliegen einer auf Mensch oder Tier übertragbaren Krankheit besteht, verwendet werden; dies gilt nicht für Aufbrüche und Teile von Schwarzwild.

§ 34 – Wildschadensersatz, Schutzvorrichtungen – wird wie folgt geändert:

Es wird der folgende neue Absatz 1 eingefügt:

(1) Die Pflicht zur Leistung von Wildschadensersatz besteht nicht, wenn der Wildschaden

  1. an Flächen verursacht wird, auf denen die Jagd gemäß § 6 des Bundesjagdgesetzes ruht, oder
  2. durch Wild verursacht wurde, dessen Bejagung im Zeitpunkt der Schadensverursachung innerhalb der Jagdzeit untersagt war.

In den Fällen des Satzes 1 Nr. 2 kann der Geschädigte Wildschaden in entsprechender Anwendung des § 6 Abs. 9 des Tiergesundheitsgesetzes geltend machen.

Der bisherige Wortlaut wird Absatz 2.

Bisher lautete § 34 wie folgt:

Die oberste Jagdbehörde wird ermächtigt, durch Verordnung

  1. Bestimmungen über die Verpflichtung zur Leistung von Wildschadensersatz in den Fällen des § 32 Abs. 2 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes zu erlassen, soweit dies mit Rücksicht auf die Interessen der Land- und Forstwirtschaft erforderlich erscheint, und
  2. zu bestimmen, welche Schutzvorrichtungen nach § 32 Abs. 2 Satz 2 des Bundesjagdgesetzes als üblich anzusehen sind.

Neu lautet § 33a nun so:

(1) Die Pflicht zur Leistung von Wildschadensersatz besteht nicht, wenn der Wildschaden

  1. an Flächen verursacht wird, auf denen die Jagd gemäß § 6 des Bundesjagdgesetzes ruht, oder
  2. durch Wild verursacht wurde, dessen Bejagung im Zeitpunkt der Schadensverursachung innerhalb der Jagdzeit untersagt war.

In den Fällen des Satzes 1 Nr. 2 kann der Geschädigte Wildschaden in entsprechender Anwendung des § 6 Abs. 9 des Tiergesundheitsgesetzes geltend machen.

(2) Die oberste Jagdbehörde wird ermächtigt, durch Verordnung

  1. Bestimmungen über die Verpflichtung zur Leistung von Wildschadensersatz in den Fällen des § 32 Abs. 2 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes zu erlassen, soweit dies mit Rücksicht auf die Interessen der Land- und Forstwirtschaft erforderlich erscheint, und
  2. zu bestimmen, welche Schutzvorrichtungen nach § 32 Abs. 2 Satz 2 des Bundesjagdgesetzes als üblich anzusehen sind.

§ 41 – Ordnungswidrigkeiten – Abs. 1 wird wie folgt geändert:

In Nummer 7 werden die Angabe „Abs. 5“ durch die Angabe „Abs. 6“ und die Worte „Setz- oder Aufzuchtzeit“ durch das Wort „Setzzeit“ ersetzt.

In Nummer 10 wird die Angabe „Satz 1“ gestrichen.

Die Nummern 19 bis 23 erhalten folgende Fassung:

  1. entgegen § 32 Abs. 1 Satz 3 die Jagd ausübt;
  2. entgegen § 32 Abs. 2 Satz 1 Wild außerhalb der Notzeit füttert;
  3. entgegen § 33 Satz 2 beim Kirren Kirreinrichtungen oder -behälter oder nicht artgerechtes Futter verwendet;
  4. entgegen § 33 a Abs. 1 mit nicht artgerechtem Futter füttert;
  5. entgegen § 33 a Abs. 2 Wild füttert oder kirrt.

Die Nummern 24 bis 25 a werden gestrichen.

Die bisherige Nummer 26 wird neue Nummer 25 und darin wird die Angabe „Abs. 4“ durch die Angabe „Abs. 5“ ersetzt.

Bisher lautete § 41 wie folgt:

(1) Ordnungswidrig handelt, wer

  1. entgegen § 2 Abs. 2 einem Verbot zuwiderhandelnd jagdwirtschaftliche Einrichtungen betritt oder diese entgegen einer Aufforderung nicht verlässt;
  2. entgegen § 2 Abs. 3 absichtlich das Aufsuchen, Nachstellen, Fangen oder Erlegen von Wild behindert;
  3. entgegen § 4 Abs. 1 keinen für den Jagdbezirk brauchbaren Jagdhund, der geprüft ist, zur Verfügung hat;
  4. entgegen § 4 Abs. 2 bei einer Such-, Drück- oder Treibjagd oder einer Jagd auf Federwild keinen hierfür brauchbaren, geprüften Jagdhund mitführt;
  5. entgegen § 4 Abs. 3 bei einer Nachsuche keinen hierfür brauchbaren, geprüften Jagdhund einsetzt, obwohl es den Umständen nach erforderlich ist;
  6. entgegen § 7 Abs. 2 Satz 1 einen Abrundungsvertrag nicht anzeigt;
  7. entgegen § 9 Abs. 5 Satz 2 in der Setz- oder Aufzuchtzeit ein Elterntier fängt oder tötet;
  8. eine Jagderlaubnis für einen Wattenjagdbezirk nach § 18 Abs. 3 überschreitet;
  9. als Jagdgast die Jagd ausübt und dabei entgegen § 19 vorsätzlich oder fahrlässig weder einen gültigen Jagderlaubnisschein mit sich führt noch eine ausreichende Begleitung hat;
  10. entgegen § 24 Abs. 1 Satz 1 bei der Jagd verbotene Mittel oder Geräte verwendet;
  11. entgegen § 24 Abs. 2 Satz 1 bei der Jagd mit einem Fanggerät die Bescheinigung einer erfolgreichen Kenntniserlangung vorsätzlich oder fahrlässig nicht mit sich führt;
  12. Fanggeräte ohne die nach § 24 Abs. 2 Satz 2 erforderliche Zulassung in den Verkehr bringt oder verwendet;
  13. entgegen § 24 Abs. 3 Wild einer ausgesetzten Art vor Ablauf von sechs Monaten nach Aussetzung in dem betreffenden Jagdbezirk bejagt;
  14. entgegen § 25 Abs. 6 Satz 2 vorsätzlich oder fahrlässig eine vorgeschriebene Abschussliste nicht laufend oder unvollständig oder unrichtig führt oder nicht termingerecht vorlegt;
  15. entgegen § 25 Abs. 7 Satz 1 auf einer Hegeschau den Kopfschmuck und Unterkiefer nicht oder unter falschen Angaben vorlegt;
  16. entgegen § 27 Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 2 Satz 4 die Jagdnachbarin oder den Jagdnachbarn nicht unverzüglich benachrichtigt, wenn krankgeschossenes Wild in einen benachbarten Jagdbezirk gewechselt ist;
  17. entgegen § 31 Abs. 1 ein Tier einer fremden Wildart in der freien Landschaft aussetzt;
  18. entgegen § 31 Abs. 2 Schalenwild heimischer Arten ohne Genehmigung in der freien Landschaft aussetzt;
  19. entgegen § 32 Abs. 1, 2 oder 3 nicht mit artgerechtem Futter füttert;
  20. entgegen § 32 Abs. 1 Satz 3 in der Notzeit Wild bejagt;
  21. entgegen § 32 Abs. 2 Satz 2 in der Zeit vom 1. Januar bis 30. April Schalenwild, außer Schwarzwild, bejagt, obwohl in dem Jagdbezirk Schalenwild gefüttert wird;
  22. entgegen § 32 Abs. 3 Satz 1 Schalenwild ohne Genehmigung in der Zeit vom 1. Mai bis 31. Dezember füttert;
  23. entgegen § 32 Abs. 3 Satz 2 ohne Genehmigung eine Schaufütterung durchführt;
  24. entgegen § 32 Abs. 4 im Umkreis von 200 m um eine beschickte Fütterung unbefugt Schalenwild jagt, soweit dies nicht nach § 39 Abs. 2 Nr. 2 des Bundesjagdgesetzes ordnungswidrig ist;
  25. entgegen § 33 zum Anlocken und Erlegen des Wildes
    1. Futter in mehr als geringer Menge ausbringt,
    2. nicht artgerechtes Futter ausbringt,
    3. Fütterungseinrichtungen oder -behälter verwendet;
  26. a entgegen § 33 a Wild füttert oder kirrt;
  27. einer Verordnung aufgrund des § 9 Abs. 4 oder des § 26 Abs. 1 oder 2 zuwiderhandelt, sofern die Verordnung für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift verweist.

(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 25000 Euro geahndet werden.

Neu lautet § 41 nun so:

(1) Ordnungswidrig handelt, wer

  1. entgegen § 2 Abs. 2 einem Verbot zuwiderhandelnd jagdwirtschaftliche Einrichtungen betritt oder diese entgegen einer Aufforderung nicht verlässt;
  2. entgegen § 2 Abs. 3 absichtlich das Aufsuchen, Nachstellen, Fangen oder Erlegen von Wild behindert;
  3. entgegen § 4 Abs. 1 keinen für den Jagdbezirk brauchbaren Jagdhund, der geprüft ist, zur Verfügung hat;
  4. entgegen § 4 Abs. 2 bei einer Such-, Drück- oder Treibjagd oder einer Jagd auf Federwild keinen hierfür brauchbaren, geprüften Jagdhund mitführt;
  5. entgegen § 4 Abs. 3 bei einer Nachsuche keinen hierfür brauchbaren, geprüften Jagdhund einsetzt, obwohl es den Umständen nach erforderlich ist;
  6. entgegen § 7 Abs. 2 Satz 1 einen Abrundungsvertrag nicht anzeigt;
  7. entgegen § 9 Abs. 6 Satz 2 in der Setzzeit ein Elterntier fängt oder tötet;
  8. eine Jagderlaubnis für einen Wattenjagdbezirk nach § 18 Abs. 3 überschreitet;
  9. als Jagdgast die Jagd ausübt und dabei entgegen § 19 vorsätzlich oder fahrlässig weder einen gültigen Jagderlaubnisschein mit sich führt noch eine ausreichende Begleitung hat;
  10. entgegen § 24 Abs. 1 bei der Jagd verbotene Mittel oder Geräte verwendet;
  11. entgegen § 24 Abs. 2 Satz 1 bei der Jagd mit einem Fanggerät die Bescheinigung einer erfolgreichen Kenntniserlangung vorsätzlich oder fahrlässig nicht mit sich führt;
  12. Fanggeräte ohne die nach § 24 Abs. 2 Satz 2 erforderliche Zulassung in den Verkehr bringt oder verwendet;
  13. entgegen § 24 Abs. 3 Wild einer ausgesetzten Art vor Ablauf von sechs Monaten nach Aussetzung in dem betreffenden Jagdbezirk bejagt;
  14. entgegen § 25 Abs. 6 Satz 2 vorsätzlich oder fahrlässig eine vorgeschriebene Abschussliste nicht laufend oder unvollständig oder unrichtig führt oder nicht termingerecht vorlegt;
  15. entgegen § 25 Abs. 7 Satz 1 auf einer Hegeschau den Kopfschmuck und Unterkiefer nicht oder unter falschen Angaben vorlegt;
  16. entgegen § 27 Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 2 Satz 4 die Jagdnachbarin oder den Jagdnachbarn nicht unverzüglich benachrichtigt, wenn krankgeschossenes Wild in einen benachbarten Jagdbezirk gewechselt ist;
  17. entgegen § 31 Abs. 1 ein Tier einer fremden Wildart in der freien Landschaft aussetzt;
  18. entgegen § 31 Abs. 2 Schalenwild heimischer Arten ohne Genehmigung in der freien Landschaft aussetzt;
  19. entgegen § 32 Abs. 1 Satz 3 die Jagd ausübt;
  20. entgegen § 32 Abs. 2 Satz 1 Wild außerhalb der Notzeit füttert;
  21. entgegen § 33 Satz 2 beim Kirren Kirreinrichtungen oder -behälter oder nicht artgerechtes Futter verwendet;
  22. entgegen § 33 a Abs. 1 mit nicht artgerechtem Futter füttert;
  23. entgegen § 33 a Abs. 2 Wild füttert oder kirrt.
  24. einer Verordnung aufgrund des § 9 Abs. 5 oder des § 26 Abs. 1 oder 2 zuwiderhandelt, sofern die Verordnung für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift verweist.

(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 25000 Euro geahndet werden.

Dieses Gesetz tritt am Tag nach seiner Verkündung in Kraft.

Abweichend von Satz 1 tritt Artikel 1 Nrn. 5 und 8 am 1. Dezember 2018 in Kraft.

Erinnerung : Jäger-Stammtisch am 13. Oktober

Landesjägerschaft Niedersachsen e.V
Anerkannter Naturschutzverband
Hegering Neuhaus
in der Jägerschaft des Landkreises Lüneburg e.V.

Einladung zum Jägerstammtisch Neuhaus, 10.09.2018

Liebe Waidgefährtinnen und Waidgefährten,

Der Herbst ist da und die dunkle Jahreszeit steht an. Viele blicken auf einen schönen Sommer zurück mit vielen jagdlichen Erlebnissen. Grund genug um bei Kaffee und Kuchen die Ereignisse und Informationen auszutauschen.

Wir treffen uns am 13. Oktober 2018 um 16.oo Uhr im Cafe „Carenziener Hof“, Lüneburger Straße in Neuhaus

Es sind natürlich auch Jagdfreunde immer willkommen. Für Mitglieder des Hegerings ist der Nachmittags-Imbiss kostenfrei.

Ich hoffe auf zahlreiches Erscheinen.

Mit freundlichen Grüßen und
viel Waidmannsheil

Klaus Richter
Hegeringleiter