Achtung FAKE-News

Am Freitagnachmittag, dem 25. Mai, ging es los. Eine Meldung von hoher Brisanz tauchte in den Sozialen Medien auf:

Zitat: “Auf den weitläufigen Weiden, des Niedersächsischen Landgestüt Celle, zwischen Cuxhaven und Stade, hat ein Wolfsrudel 43 Jungpferde “komplett”aufgerieben…”

Viele von Euch werden diese Meldung gelesen haben und sich sicher darüber aufgeregt haben. Manche werden sie sicher auch an andere weiter geleitet oder geteilt haben. Das war nicht nur im Kreis der Jäger so. Diese, vermutlich bewusst erstellte, Falschmeldung hat sich auf tausende von Mobilgeräten und Computern verbreitet.

Gestern nun hat das Landesgestüt Celle reagiert und mit dieser Meldung dementiert:

Einen Bären aufgebunden

Diese echte Meldung wurde bislang (leider) nur 275 Mal (Stand: 30.5. 8:20) geteilt.

Menschen neigen dazu Fake-News zu verbreiten. Das ist schon so, seit dem es Massenmedien gibt. Die Nazis haben damit begonnen, Engländer und Amerikaner haben das Potential schnell erkannt.

Der Computerlinguist Soroush Vosoughi und seine Kollegen haben 4,5 Millionen Twitter Nachrichten der vergangenen 12 Jahre analysiert und eine Studie über die Verbreitung von Falschnachrichten im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht. Das Fazit dieser Studie besagt, dass Menschen eine Falschmeldung auf Twitter fast doppelt so oft teilen wie echte Nachrichten. Eine “Ente” erreicht 1500 Nutzer dabei 6 Mal schneller als eine echte Nachricht.

Aber warum glauben wir so schnell was uns da vorgetragen wird?

Ich sehe dafür mehrere Ursachen:

  • Menschen, die schon eine negative Einstellung zu einem Thema haben fühlen sich durch eine Meldung bestätigt. Die neue Meldung wird als Bestätigung der eigenen Einstellung gern (ungeprüft) weiter verbreitet. Frei nach dem Motto: “Ich wusste es doch…”.
  • Fake-News haben oft einen emotionalen und einen polemischen bzw. hetzerischen Faktor. Dafür sind Menschen empfänglich.
  • Nachrichten die vorher schon vielfach geteilt wurden bekommen allein durch die weite Verbreitung schnell den Stempel “Wahrheit”.

Fake-News greifen unsere Emotionen an und werden rhetorisch perfekt verpackt.

Als Fazit muss man warnen: Wo übermäßig mit Mitteln der Übertreibung, des Sarkasmus und der Ironie gearbeitet wird oder wenn der Autor einen Strohmann-Trugschluss nutzt um Emotionen anzusprechen, da ist VORSICHT geboten!


Nutzt auch gern die Möglichkeit euch anzumelden. Dann könnt Ihr Beiträge kommentieren und gern auch eigene erstellen.

EU Datenschutz Grundverordnung

Liebe Waidgenossen,

bei meiner eigentlichen Arbeit, der Betreuung von Geschäftskunden in Sachen IT und Cyber-Sicherheit, bin ich derzeit massiv damit beschäftigt Fragen zur EU-DSGVO abzuarbeiten. Wie sich herausgestellt hat ist auch ein kleiner “Verein” wie unser Hegering von der Europäischen Datenschutz Grundverordnung betroffen. Das betrifft auch unsere Website. Die Tage über Pfingsten habe ich genutzt um die Website noch einmal zu überarbeiten. Das Impressum hat einen auffälligeren Platz erhalten und die Datenschutzerklärung ist jetzt nicht mehr auf der Seite des Impressums sondern hat auch einen eigenen Platz bekommen. Hinzugekommen ist auch der Hinweis zu Cookies. Ich wäre gern komplett ohne Cookies ausgekommen um mit diesen Hinweis zu ersparen, das ist technisch aber leider nicht möglich.

Unsere Website ist jetzt seit rund zwei Monaten Online. Die Statistik zeigt etwa 2200 Seitenaufrufe aus aller Welt. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Mit Stand “jetzt” lösche ich diese Statistik. Die sogenannten Server-Logfiles sind auch schon ausgeschaltet. Damit sollte die Website jetzt mit dem neuen Datenschutzrecht konform gehen.

Ich bin für JEDEN Hinweis dankbar falls ich noch irgend einen “Stolperstein” vergessen habe.

Für die letzten 10 Tage Mai wünsche ich noch ganz viel Waidmannsheil!

Grüße
Florian

Bundesjägertag 2018

Der Bundesjägertag 2018 steht unter dem Motto:
“Die Marke Jagd auf neuen Wegen”

Gastgeber sind der DJV und die Landesjägerschaft Bremen. Am 14. und 15. Juni 2018 werden rund 400 Delegierte und Gäste aus ganz Deutschland ins Kongresszentrum in Bremen kommen.

Schwerpunktthemen sind: Wolf, ASP und der Artenschutz in der Kulturlandschaft

Mehr Informationen gibt es beim DJV

Programm des Landesjägertages 2018

Erster Fall von ASP in Ungarn

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat am 24. April um 9:30 eine neue Karte zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest veröffentlicht. Aus dieser Karte:

FLI-ASP-Karte 24. April 9:30 Uhr

geht hervor, dass es nunmehr einen ersten Fall von ASP auch in Ungarn gibt. Wieder ist es so, dass das verendete Wildschwein sehr weit vom letzten erfassten Fall gefunden wurde. Das legt nahe, dass die Krankheit durch den Menschen, auf Straßen, weiter getragen wurde.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung appelliert an Jäger, auf Jagdreisen besondere Vorsichtsmaßnahmen walten zu lassen. Lesen Sie dazu diese Informationsschrift:

2018 BMEL-Publikation Was Jagdreisende tun können

Des weiteren sind alle Reisende zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Es wird gebeten tierische Produkte, die Schweinefleisch enthalten könnten, bzw. deren Reste nicht in der Natur zu entsorgen. Einfache Mülltonnen auf Rastplätzen dienen Wildschweinen schon einmal als Futterquelle, so dass man auch hier vorsichtig mit der Entsorgung von tierischen Produkten sein sollte.

Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring

Hallo zusammen,

hier die neusten Erkenntnisse des Wolfsmonitoring.

Aus aktuellem Anlass möchte ich Euch darüber informieren, dass einige Nutztierhalter die Risse nicht melden. Die persönlichen Gründen dazu können unterschiedlich sein. Jedoch entgehen damit dem Wolfsmonitoring der LJN wichtige Daten über zuwandernde Einzelwölfe oder neue Rudel, so dass dann belastbare Zahlen fehlen.

Aus dem OVG-Urteil gegen den Landkreis Dannenberg lässt sich entnehmen, dass sich keine besonderen wolfabwehrenden Zäune behördlich anordnen lassen.

Viele Grüße und
Waidmannsheil

Klaus Richter
Hegering Neuhaus

Sehr geehrte Wolfsberaterinnen,
Sehr geehrte Wolfsberater,

Hiermit informiere ich sie über die neuesten Erkenntnisse aus dem niedersächsischen Wolfsmonitoring:

– Neues Wolfspaar im Raum Ebstorf (LK Uelzen)
– Neues Wolfspaar im Raum Amt Neuhaus (LK Lüneburg)
– Wolfsrudel aus Eschede ist auf den Schießplatz Rheinmetall umgezogen (LK Celle und LK Uelzen) und wird umbenannt in Eschede/Rheinmetall
– Die Gebiete Bremervörde (LK Rotenburg-Wümme) und Bad Bodenteich (LK Uelzen) stehen nicht mehr unter Beobachtung

Somit sind aktuell 19 Wolfsterritorien in Niedersachsen bekannt: 14 Wolfsrudel, 4 Wolfspaare und 1 residenter Einzelwolf.
Im Anhang finden Sie die aktuelle Verbreitungskarte für Niedersachsen. Diese dürfen Sie für Präsentationen und ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Eine Weitergabe, Vervielfältigung oder Manipulation bedarf meiner ausdrücklichen Genehmigung.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite www.wolfsmonitoring.com. Für weitere Fragen und Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Raoul Reding, MSc.
Wolfsbeauftragter


Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.
Schopenhauerstraße 21
30625 Hannover

Kreismeisterschaft im Schießen

Horrido,

Kreismeisterschaft im Schießen findet am 02.06.2018 in Linden statt.
Es würde mich freuen wenn wir eine Mannschaft zusammen bekommen.
Bitte bis 05.05.2018 bei mir melden.
Einzelschützen können sich auch am Tag der Kreismeisterschaft direkt anmelden.

Waidmannsheil

Torsten Lang-Herfurth
Schießobmann

Grenzüberschreitende Nachsuchen

Liebe Mitglieder,

mir wurde heute zugetragen, dass zwischen Frankreich und Deutschland ein Meilenstein in puncto Nachsuche genommen wurde. Der DJV berichtet in dem Artikel: Grenzüberschreitender Tierschutz, dass ein Abkommen zwischen Deutschland und Frankreich zur grenzüberschreitenden Nachsuche geschlossen wurde. Dieses Abkommen ist das erste seiner Art, dass die Bundesrepublik mit einem Nachbarland schließt.

Wir sollten das zum Anlass nehmen in den Revieren untereinander noch viel enger zusammen zu arbeiten. Eine gute Nachbarschaft ist ein wertvolles Gut, dass schlussendlich auch dem Tierwohl und der Jagd zu Gute kommt.

Waidmannsheil wünscht
Florian Schäfer

Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest ASP (ASF)

Liebe Waidgenossen,

das Friedrich-Loeffler-Institut hat auf seiner Website ein sehr anschauliches Video zur Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest veröffentlicht. Interessant ist dabei vor allem in wie groß die Sprünge vom einem gemeldeten Fall zum nächsten sind:

FLI: Video zur Ausbreitung der ASP

Weitere Informationen und aktuelle Karten findet man unter:

FLI: Karten zur ASP

Grüße und Waidmannsheil
Florian

Verzicht auf die Gebührenerhebung für die Trichinenuntersuchung bei Wildschweinen im Rahmen der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) – Regelung für das Amt Neuhaus

Liebe Mitglieder/innen,

unten stehende Mail/Nachricht zur Kenntnis,

Waidmannsheil
Klaus Richter/ Hegering Neuhaus

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Sehr geehrter Herr Richter,

ich darf Ihnen mitteilen, dass der Landrat aufgrund Ihrer Nachfrage folgendes entschieden hat:

ab sofort erhalten ermächtigte Jägerinnen und Jägern aus der Gemeinde Amt Neuhaus erhobene Trichinenuntersuchungsgebühren des Landkreises Ludwigslust Parchim für dort untersuchte Wildschweinproben von hier erstattet.
Hierfür ist der Gebührenbescheid des Nachbarlandkreises sowie der Wildursprungsschein mit der Bitte um Erstattung beim Veterinäramt Landkreis Lüneburg (Frau Briese) unter Angabe der Kontoverbindung einzureichen. Dies kann per Post, per Fax oder auch per Mail geschehen.
Frau Briese im Geschäftszimmer erreichen Sie unter Tel.: 04131261413, Fax.: 04131262413, Mail: Lena.Briese@landkreis.lueneburg.de

Begründung:
Seit dem 01.03.2018 verzichtet der Landkreis Lüneburg auf die Erhebung der bisherigen Gebühr in Höhe von 4,00 € für die Untersuchung von Trichinenproben von Wildschweinen. Viele Jäger aus der Gemeinde Amt Neuhaus bringen aufgrund der Entfernung nach Lüneburg ihre Trichinenproben
zu Tierarztpraxen im Landkreis Ludwigslust Parchim (z.B. Dr. Tartar in Lübtheen, Dr. Schäfer in Dömitz, Tierarzt Thüring in Vellahn). Dennoch sollen die Jäger aus dem Amt Neuhaus ebenfalls den Gebührenverzicht im Landkreis Lüneburg in Anspruch nehmen können und dadurch zu vermehrten Abschüssen
von Schwarzwild angehalten werden. Die Abgabe bei den o.a. Tierarztpraxen soll beibehalten werden. Daher erfolgt gegen Vorlage des Gebührenbescheides vom Landkreis Ludwigslust Parchim sowie des Wildursprungsscheines eine Kostenerstattung von hier. Die Jägerin bzw. der Jäger muss selbstverständlich
zur Trichinenprobenentnahme im Landkreis Lüneburg berechtigt sein. Bitte die Kontoverbindung nicht vergessen.

Ich bitte diese Informationen an die Jägerinnen und Jäger in Ihrem Hegering weiterzugeben. Bei Rückfragen rufen Sie mich gerne an.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Jochen Gronholz

Änderung der Verordnung über die Jagdzeit (Schwarzwild)

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der vergangenen Woche hat die Bundesregierung die Änderung der Verordnung zur Schweinepest-Verordnung sowie die Änderung der Verordnung über die Jagdzeiten (hier Schwarzwild) umgesetzt. Durch die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt, ausgegeben am 13.03.2018, ist mit Wirkung vom 14.03.2018 auch in Niedersachsen die Schonzeit für das Schwarzwild aufgehoben worden.
Die Elterntierregelung (Muttertierschutz) nach § 22 Abs. 4 Bundesjagdgesetz bleibt hiervon unberührt !!!

Die Änderungen im Wortlaut finden Sie im Anhang.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil,

Klaus Richter
Hegering Neuhaus

Auszug Bundesgesetzblatt