3. Waffenrechtsänderungsgesetz zum Teil in Kraft

Das 3. Waffenrechtsänderungsgesetz wurde am 17. Februar vom Bundespräsidenten unterzeichnet und gestern im Bundesanzeiger veröffentlicht. Es tritt in drei Schritten in Kraft. Die ersten Änderungen treten schon heute in Kraft. Der nächste Abschnitt dann am 1. Mai und das gesamte Gesetzt am 1. September 2020.

Heute möchte ich nur auf die Änderungen eingehen, die ab sofort in Kraft treten.

Betroffen sind:

  • Artikel 1 Nummer 1 Buchstabe j, 3a, 5, 26 und 26a – Betrifft das Waffengesetz
  • Artikel 4a – Betrifft das Sprengstoffgesetz
  • Artikel 4b Nummer 3 – Betrifft das Aufenthaltsgesetz

Das klingt zunächst nicht nach viel, hat es aber in sich. Die Änderungen sind dabei durchaus mit Fallstricken verbunden die für uns Waffenbesitzer wichtig sind.

3WaffRÄndG vom 17. Febraur 2020.

Artikel 1 werden die Änderungen am Waffengesetz beschrieben.

Nummer 1 Buchstabe j – Betrifft nur das Inhaltsverzeichnis des Gesetzes


Nummer 3a – §5 wird wie folgt geändert:

  • Absatz 2 Nummer 3 wird wie folgt gefasst:
    “3. Bei denen Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie in den letzten fünf Jahren

    1. Bestrebungen einzeln verfolgt haben, die
      1. gegen die verfassungsmäßige Ordnung gerichtet sind,
      2. gegen den Gedanken der Völkerverständigung, insbesondere gegen das friedliche Zusammenleben der Völker, gerichtet sind oder
      3. durch Anwendung von Gewalt oder darauf gerichtete Vorbereitungshandlungen auswärtige Belange der Bundesrepublik Deutschland gefährden,
    2. Mitglied in einer Vereinigung waren, die solche Bestrebungen verfolgt oder verfolgt hat, oder
    3. eine solche Vereinigung unterstützt haben,“.
  • Absatz 5 wird wie folgt gefasst: „(5) Die zuständige Behörde hat im Rahmen der Zuverlässigkeitsprüfung folgende Erkundigungen einzuholen:
    1. die unbeschränkte Auskunft aus dem Bundeszentralregister;
    2. die Auskunft aus dem zentralen staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister hinsichtlich der in Absatz 2 Nummer 1 genannten Straftaten;
    3. die Stellungnahme der örtlichen Polizeidienststelle, ob Tatsachen bekannt sind, die Bedenken gegen die Zuverlässigkeit begründen; die örtliche Polizeidienststelle schließt in ihre Stellungnahme das Ergebnis der von ihr vorzunehmenden Prüfung nach Absatz 2 Nummer 4 ein;
    4. die Auskunft der für den Wohnsitz der betroffenen Person zuständigen Verfassungsschutzbehörde, ob Tatsachen bekannt sind, die Bedenken gegen die Zuverlässigkeit nach Absatz 2 Nummer 2 und 3 begründen; liegt der Wohnsitz der betroffenen Person außerhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes, ist das Bundesamt für Verfassungsschutz für die Erteilung der Auskunft zuständig.

Erläuterung

Der § 5 regelt die Zuverlässigkeit und ihre Prüfung.
Unser waffenrechtliches Bedürfnis ist die Jagd und bei einigen Jägern auch das sportliche Schießen. Bisher wurde beim ersten Antrag auf Erteilung einer waffenrechtlichen Genehmigung (WBK Antrag) das Bedürfnis überprüft und einmalig nach drei Jahren erneut überprüft. Ab sofort wird alle fünf Jahre überprüft ob das Bedürfnis noch besteht.

Bislang ist es waffenrechtlich nicht aufgefallen wenn wir, als langjährige Jäger, den Jagdschein einmal nicht gelöst hatten. Mit der neuen Regelung ist ein Szenario denkbar: Ein Jäger ist krank und verlängert seinen Jagdschein nicht. Just in dem Jahr ist die wiederkehrende Prüfung. Die Prüfung ergibt, dass kein waffenrechtliches Bedürfnis mehr besteht und der Jäger ist plötzlich illegaler Waffenbesitzer. Auch wenn sich das natürlich aufklären lässt bedeutet das zusätzliche Arbeit für den Betroffenen und die involvierten Behörden.

In Absatz 3 sind diejenigen Kriterien definiert, die der Gesetzgeber für bedenklich hält und die Behörde eine waffenrechtliche Genehmigung verweigern muss.
Neu ist, dass die Kriterien nicht mehr nur gegenwärtig sondern auch 5 Jahre in die Vergangenheit geprüft werden. Schon die Mitgliedschaft oder Unterstützung einer verfassungsfeindlichen Vereinigung wird als kritisch definiert.
In Absatz 5 wird die Art der Prüfung beschrieben. Hinzugekommen ist hier der Punkt 4. In die Zuverlässigkeitsprüfung wird künftig das jeweils zuständige Landesamt für Verfassungsschutz eingebunden. Auch die Verfassungsschützer müssen ihr OK geben damit die Zuverlässigkeit bestätigt werden kann. Das war für Wiederlader, also Inhaber einer sprengstoffrechtlichen Genehmigung auch vorher schon so. Hinzugekommen ist auch, dass der Verfassungsschutz im Zuge seiner laufenden Tätigkeit erlangte Erkenntnisse der Waffenbehörde meldet.

Hinweis

Die Landesverfassungsschutzbehörden sind personell nicht auf eine große Zahl von Überprüfungen vorbereitet. Es ist also ratsam den Antrag auf Verlängerung des Jagdscheines sehr rechtzeitig zu stellen.


Nummer 5 – § 13 wird wie folgt geändert:

a) Absatz 3 Satz 2 wird wie folgt gefasst:
“Der Jagdscheininhaber nach Satz 1 hat binnen zwei Wochen nach Erwerb einer Langwaffe bei der zuständigen Behörde die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte zu beantragen.”
b) Folgender Absatz 9 wird angefügt:
“(9) Auf Schalldämpfer finden die Absätze 1 bis 4 und 6 bis 8 entsprechende Anwendung. Die Schalldämpfer gemäß Satz 1 dürfen ausschließlich mit für die Jagd zugelassenen Langwaffen für Munition mit Zentralfeuerzündung im Rahmen der Jagd und des jagdlichen Übungsschießens verwendet werden.”

Erläuterung

Schalldämpfer dürfen von Jägern künftig, wie Langwaffen, ohne Voreintrag in allen Bundesländern erworben werden. Der Erwerb muss innerhalb von 2 Wochen der zuständigen Behörde nicht nur (wie früher) angezeigt werden sondern es muss (wie jetzt auch bei Langwaffen) der Eintrag in die WBK beantragt werden. Dieser kleine Unterschied bedeutet, dass man nicht mehr (wie bisher) eine kleine Mail an die Behörde schicken kann “Ich habe die Langwaffe xxx erworben…” Künftig muss der Antrag auf Eintragung in die WBK innerhalb von 2 Wochen erfolgen.

Schalldämpfer können also künftig erworben werden dürfen aber weiterhin (noch) nicht in allen Bundesländern Jagdlich genutzt werden. Jäger dürfen Schalldämpfer zur Jagd und zum jagdlichen Übungsschießen verwenden. Erlaubt ist das aber nur auf Waffen mit Zentralfeuerzündung. Auch wenn der Schalldämpfer vom Kaliber her für eine 22 lfb geeignet ist darf er nicht auf so einer Langwaffe genutzt werden.

Ein Schalldämpfer wird wie eine Langwaffe eingestuft und muss dementsprechend gelagert werden. Schalldämpfer für Kurzwaffen bedürfen weiterhin einer gesonderten Genehmigung (für die ein Bedarf nachgewiesen werden muss).


Nummer 26 – Dem § 40 Absatz 3 werden die folgenden Sätze angefügt:

“Inhaber eines gültigen Jagdscheins im Sinne von § 15 Absatz 2 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes dürfen abweichend von § 2 Absatz 3 für jagdliche Zwecke Umgang mit Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen nach Anlage 2 Abschnitt 1 Nummer 1.2.4.2 haben. Jagdrechtliche Verbote oder Beschränkungen der Nutzung von Nachtsichtvorsatzgeräten und Nachtsichtaufsätzenbleiben unberührt. Satz 4 gilt entsprechend für Inhaber einer gültigen Erlaubnis nach § 21 Absatz 1 und 2.”

Erläuterung

Der jagdliche Einsatz von Nachtzielgeräten war und bleibt verboten! Das ergibt sich aus dem Bundesjagdgesetz (für das die Länder Ausnahmen erlassen dürfen).
§ 40 Absatz 3 regelt lediglich, dass der Besitz von Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen nicht länger verboten ist.
Künstliche Lichtquellen, die mit der Waffe verbunden sind bleiben auch verboten. Das gilt auch für Infrarot-Aufheller, die Bestandteil vieler Nachtsichgeräte sind.


Nummer 26a – § 42 wird wie folgt geändert:

– Der Titel des § 42 wird wie folgt gefasst: “§ 42 Verbot des Führens von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen; Verordnungsermächtigungen für Verbotszonen.”

Folgender Absatz 6 wird angefügt:

“(6) Die Landesregierungen werden ermächtigt, durch Rechtsverordnung vorzusehen, dass das Führen von Waffen im Sinne des § 1 Absatz 2 oder von Messern mit feststehender oder feststellbarer Klinge mit einer Klingenlänge über vier Zentimeter an folgenden Orten verboten oder beschränkt werden kann, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass das Verbot oder die Beschränkung zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit erforderlich ist:

  1. auf bestimmten öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen, auf denen Menschenansammlungen auftreten können,
  2. in oder auf bestimmten Gebäuden oder Flächen mit öffentlichem Verkehr, in oder auf denen Menschenansammlungen auftreten können, und die einem Hausrecht unterliegen, insbesondere in Einrichtungen des öffentlichen Personenverkehrs, in Einkaufszentren sowie in Veranstaltungsorten,
  3. in bestimmten Jugend- und Bildungseinrichtungen sowie
  4. auf bestimmten öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen, die an die in den Nummern 2 und 3 genannten Orte oder Einrichtungen angrenzen. In der Rechtsverordnung nach Satz 1 ist eine Ausnahme vom Verbot oder von der Beschränkung für Fälle vorzusehen, in denen für das Führen der Waffe oder des Messers ein berechtigtes Interesse vorliegt. Ein berechtigtes Interesse liegt insbesondere vor bei
    1. Inhabern waffenrechtlicher Erlaubnisse,
    2. Anwohnern, Anliegern und dem Anlieferverkehr,
    3. Gewerbetreibenden und bei ihren Beschäftigten oder bei von den Gewerbetreibenden Beauftragten, die Messer im Zusammenhang mit ihrer Berufsausübung führen,
    4. Personen, die Messer im Zusammenhang mit der Brauchtumspflege oder der Ausübung des Sports führen,
    5. Personen, die eine Waffe oder ein Messer nicht zugriffsbereit von einem Ort zum anderen befördern, und
    6. Personen, die eine Waffe oder ein Messer mit Zustimmung eines anderen in dessen Hausrechtsbereich nach Satz 1 Nummer 2 führen, wenn das Führen dem Zweck des Aufenthalts in dem Hausrechtsbereich dient oder im Zusammenhang damit steht. Die Landesregierungen können ihre Befugnis nach Satz 1 in Verbindung mit Satz 2 durch Rechtsverordnung auf die zuständige oberste Landesbehörde übertragen; diese kann die Befugnis durch Rechtsverordnung weiter übertragen.”

Erläuterung

Waffenverbotszonen gab es vor der Novelle des Waffengesetzes. Die Länder haben aber künftig größere Freiheiten beim einrichten dieser Zonen. Feststehende (oder einrastende) Messer mit einer Klingenlänge von mehr als 4 cm sind in diesen Zonen verboten. Das Gesetz schreibt den Ländern, die eine Waffenverbotszone einrichten, zwingend vor dass sie Ausnahmen bei berechtigtem Interesse definieren müssen. wir, die wir legale Waffenbesitzer sind, können ein berechtigtes Interesse nachweisen und sind im Einzelfall von der Regelung ausgenommen. Die jeweilige Verbotsverordnung muss aber konkret beachtet werden.

==> Achtet bitte darauf, was eure Kinder mit sich führen! <==


Artikel 4a betrifft das Sprengstoffgesetz und ist nur für Wiederlader relevant

Hier wird im Grunde genommen, analog zu Waffengesetz, der Umfang und die Rückwirkung der verfassungsfeindlichen Gesinnung eines Erlaubnisinhabers behandelt.


Artikel 4b Nummer 3 betrifft das Aufenthaltsgesetz

Die Änderung hier ist nur eine Formsache. Der Gesetzgeber möchte künftig auf die “jeweils geltenden Fassung” der Verordnung (EG) Nr. 380/2008 hinweisen. Das ist für uns irrelevant.

ASP überwindet wieder weite Strecken

“Mal wieder”, muss man leider sagen, überwindet die Afrikanische Schweinepest eine Strecke von mehr als 100 Km. Schon am 5. Februar hat das griechische Magazin Lifo in einem Artikel berichtet, dass es im Norden von Griechenland den ersten ASP Fall gibt. In der Nähe des Ortes Σέρρες (Serres) ist ein Hausschwein aus einem kleinen Mast-Betrieb verendet. Dies ist der erste Fall in Griechenland. Von Serres sind es gut 100 Km nach Bulgarien, wo vor einiger Zeit ein ASP Fall bei einem Wildschwein bestätigt wurde.

ASP-Karte des FLI 11.2.2020

In Griechenland läuft es jetzt genau so wie es auch hier in Deutschland laufen wird. Die Behörden informieren über Sanktionen und Sperrgebiete und berichten, dass sie alles im Griff haben. Studien gehen davon aus, dass die ASP ein Viertel der Schweinepopulation Weltweit ausrotten könnte.

Wir leben doch in einer Welt der Globalisierung. Wir sind regelrechte Informations-Junkies und dennoch wird in der Öffentlichkeit kaum über die ASP aufgeklärt bis es zu spät ist.

Dabei hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit doch extra ein Youtube Video erstellen lassen:

Bei Minute 1:33 des Videos ist ein Jäger zu sehen, der sich über ein Stück Fallwild beugt. Tatsächlich ist es genau so. Die Körpersäfte des verendeten Wildschweins kontaminieren den Boden und das Virus kann schon auf diese Weise weiter getragen werden. Wer also denkt, dass er ein verendetes Stück lieber eingräbt anstatt es zu melden wird unmittelbar für die weitere Verbreitung sorgen.

Die ASP kann nur gestoppt werden, wenn wir ALLE umsichtig handeln und zwar nicht erst wenn es zu spät ist!

Erinnerung Jägerstammtisch

Liebe Waidgefährtinnen und Waidgefähten,

auch in diesem Jahr wollen wir uns im Februar zu einem Jägerstammtisch in Neuhaus treffen.

Natürlich soll es wieder im Rahmen der “Fuchswoche” stattfinden. Ich möchte, dass wir die Bejagung in dieser einen Woche auch auf das ganze Raubwild intensivieren. Gerade zum Schutz unseres Niederwildes ist es wichtig, die Bejagung nicht nur auf den Fuchs zu beschränken.

Die “Fuchswoche” findet in der Zeit vom 08.02.20 bis zum 15.02.20 statt.

Am Ende der Woche treffen wir uns zu einem “Jägerstammtisch” am

Samstag, den 15. Februar 2020 um 17:00 Uhr
im Cafe “Carrenziener Hof” in Neuhaus

Wir werden dort einen kleines warmes Essen einnehmen und die Wanderpokale für den erfolgreichsten Fuchsjäger überreichen. Im Anschluss ist gerne Klönschnack angesagt.
Das Essen ist für Hegeringmitglieder kostenlos.

Gäste sind immer willkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Richter
Hegeringleiter

weitere Termine:
6. März, Rotwildring / Hegeschau in Laave
6. März, 18.00 bis 19.00 Uhr Trophäen Anlieferung im Lindenhof
7. März, 11.00 Uhr Hegeschau Neuhaus

Tularämie in Norddeutschland

Hier eine amtliche Mitteilung des Landkreises Lüneburg:


Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

da heute wieder eine Tularämiemeldung aus Niedersachsen rein kam, habe ich die Tularämiemeldungen der letzten 365 Tage für die norddeutschen Bundesländer abgefragt. Es waren insgesamt 8. Deren Lokalisierung ist dem anhängenden Screenshot zu entnehmen. Danach ist zumindest auch die südliche Lüneburger Heide betroffen. Eine entsprechende Vorsicht im Umgang mit Feldhasen ist aufgrund des hohen zoonotischen Potentials anzuraten. Feldhasen, Wildkaninchen oder andere Nager mit Veränderungen sollten unbedingt dem Veterinäramt zur (kostenfreien) Untersuchung übergeben werden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Volksdorf
Amtstierarzt


Auf dieser Karte (Stand 13. Januar 2020) sind die aktuellen Tularämie-Fälle verzeichnet:

135. Sitzung des Bundestages – Aussprache zu, Waffenrechtsänderungsgesetz

Am Freitag, den 13. Dezember 2019, ist der Gesetzentwurf zum 3. Waffenrechtsänderungsgesetz mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen gegen die Stimmen der AfD-Fraktion und der FDP-Fraktion bei Enthaltung der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen angenommen worden.

Es lohnt sich, im Bundestags-TV, die Reden der Politiker einmal genau anzuhören.

Wer sich zwei Stunden Zeit nehmen möchte, kann sich hier die Aufzeichnung der 73. Sitzung des Ausschusses für Inneres und Heimat anhören. Bei dieser Sitzung wurden die Sachverständigen gehört, die bei den Reden erwähnt werden.

Die Veröffentlichung des nun beschlossenen Gesetztes erwarte ich zum Anfang des Jahres 2020. Dann gibt es hier auf der Internetseite auch wieder umfangreiche Informationen darüber wie jeder einzelne betroffen ist und was uns das neue Gesetzt kostet.

Petition gegen die unnötig strenge Verschärfung des Waffenrechts

Wie hier auf dieser Seite schon mehrfach berichtet ist die Bundesregierung dabei das dritte Waffenrechtsänderungsgesetz zu beschließen. Die Pläne gehen dabei erheblich darüber hinaus, was die EU fordert und werden dem deutschen Steuerzahler viel Geld kosten. Darüber hinaus wird auch jeder Waffenbesitzer tief in die Tasche greifen müssen, wenn er die vielen Teile seiner Waffen kennzeichnen und eintragen lassen muss.

Seit dem 2. November läuft eine Petition im deutschen Bundestag gegen die Änderungen des Waffenrechtes. Da es uns alle angeht bitte ich jeden sich an der Petition zu beteiligen! Klicken Sie hier, dann unten auf “Petition mitzeichnen”. Wenn Sie noch nie eine Bundestagspetition gezeichnet haben dann müssen Sie anschließend rechts oben auf “ich bin neu hier” klicken und Ihre Daten eingeben. Selbstverständlich wird Ihr Name nicht veröffentlicht, wenn Sie dem nicht ausdrücklich zustimmen.

ASP nur noch 80 Km östlich von Deutschland

Nun ist es amtlich. Die Województwo Lubuskie, ein polnischer Verwaltungsbezirk, der unmittelbar an der Grenze zu Brandenburg liegt, ist offiziell ASP Gebiet. Die “Gazeta Lubuska” berichtete, dass am vergangenen Samstag mehr als 150 Personen im Umkreis des dort an ASP verendeten Wildschweines nach weiteren Kadavern suchten. Sie wurden fündig. Inzwischen wurde ASP as Todesursache bei mehr als 3 Wildschweinen amtlich festgestellt. Insgesamt wurden 21 tote Schweine gefunden, die noch untersucht werden.

Da Wildschweine in nur einer Nacht bis zu 30 Km laufen können ist Vorsicht geboten. Lesen Sie bitte noch einmal unseren Artikel “ASP: Erkennung, Verbreitung und eventuelle Impfung?” und seien Sie aufmerksam. Melden Sie jeden Fund eines verendeten Tieres. Nur so kann die Ausbreitung der ASP aufgehalten werden. In Dänemark ist er schon gebaut, in Frankreich und Bulgarien diskutiert man über einen Zaun. Egal ob dieser nun sinnvoll ist oder nicht. Jede Schutzmaßnahme hat ihre Lücken und nur wenn wir Jäger konsequent mit den Behörden zusammenarbeiten können wir schlimmeres verhindern. Wir Jäger kennen unser Revier so gut wie kein anderer. Es ist unsere Verantwortung zu helfen und dafür zu sorgen, dass sich die ASP nicht über den ganzen Kontinent ausbreitet.

Wow – Kinder das war SUPER !

Am Nachmittag des 17. November 2019 fanden drei Kinder aus Neuhaus und Neu-Darchau am Burggraben im Rosengartenweg in Neuhaus eine rostige Pistole. Die Kinder haben alles richtig gemacht. Sie haben die Waffe nicht angefasst sondern stattdessen die Polizei informiert. Die Beamten stellten die stark verrostete Pistole mit der Aufschrift “Walter PP” sicher. Da die Waffe zu stark verrostet war konnte vor Ort nicht festgestellt werden ob es sich um eine scharfe Waffe handelt. Auch den Ladezustand konnte die Polizei nicht feststellen.

Kinder… Ihr habt alles richtig gemacht! PERFEKT !!!

Munition bleibt für viele Jahre gefährlich und sollte gerade dann nicht angefasst werden wenn der Zustand schlecht ist.

Munition richtig entsorgen!

Im Laufe der Zeit füllt sich der Munitionsschrank teilweise erheblich. Der Eine oder Andere besitzt einen stattlichen Vorrat an Munition für den er möglicherweise gar keine Waffe mehr hat. Die Munition kann alt und überlagert sein. Alte Schrotpatronen zerbröseln langsam oder man möchte komplett auf bleifrei umstellen und sich von den alten Bleigeschossen trennen…

Wie entsorgt man Munition?

Bevor ich angefangen habe diesen Artikel zu schreiben habe ich recherchiert, ob dies wirklich eine Frage ist, die viele Menschen bewegt und somit von Interesse ist. Fragt man Google bekommt man satte 318.000 Ergebnisse auf die Frage, wie man alte Munition entsorgt. Ich habe mir den Spaß gemacht, einige Foren zu durchstöbern und viele abenteuerliche Vorschläge gelesen.

Bitte vertrauen Sie nicht dem, was in Foren steht!

Hier ein paar Beispiele wie man es NICHT macht:

Im Forum der Zeitschrift Brigitte bekommt man die Empfehlung: “ebay?”, “herr&hund?”, “der waidmann?” oder “Al-Quaida?”

Im Juraforum geht es gefährlich zu. Da empfiehlt ein User:
“Praktische Lösung 1: Schutzbrille, Ohrenschutz und Schraubstock. Das ist danach ungefährlicher Matsch. Sollte eigentlich nicht hochgehen.”
“Praktische Lösung 2: Alten Kochtopf mit ordentlich Wunderkerzen am Boden zu Silvester. Was übrig bleibt, tut man in den Restmüll.”
“Praktische Lösung 3: Einzeln oder Duo in die wöchentliche oder zweiwöchentliche Abfuhr Restmüll.”

BITTE BITTE machen Sie so etwas NIE !!!

Alle diese “praktischen Lösungen” aus dem Jura Forum sind potentiell Lebensgefährlich. Auch wenn es “nur” um Platzpatronen geht! Munition gehört NIE in die Mülltonne oder in die Hände von Unberechtigten! Auch der Recyclinghof oder das Schadstoffmobil nehmen Munition nicht an.

Dabei ist die Entsorgung von Munition ganz klar und einfach geregelt.

Das Verfahren heißt “Freiwillige Abgabe von Waffen/Munition zur Vernichtung”. Jeder, der nach dem Waffengesetz berechtigt ist kann Waffen und Munition bei der Waffenbehörde kostenlos zur Vernichtung abgeben. Wie bei jedem Verwaltungsakt sollte man etwas Zeit mitbringen und sich vorher bei der Waffenbehörde anmelden. Vor Ort bei der Behörde wird die Munition erfasst und gezählt. Oft sind dabei zwei Behördenmitarbeiter anwesend. Die Gegenstände werden dann im Asservatenraum der Behörde verwahrt bevor sie im Sammeltransport zu einem der Munitionsentsorgungsbetriebe gehen und dort recycelt werden.

Möchte man den amtlichen Weg nicht einschlagen gibt es noch weitere Möglichkeiten:

  • Auch sehr alte Patronenmunition funktioniert meist noch und ist ideal zum üben auf dem Schießstand! Auch dann, wenn die Geschoss-Energie durch die lange Lagerung abnimmt und man sie aus Ethischen Gründen, nicht mehr für die Jagd verwenden möchte. Selbst wenn Sie schon lange zur Jagd gehen: Nur üben übt!
  • Jungjäger, während und nach der Ausbildung, sind oft dankbar wenn sie Munition zum üben geschenkt bekommen. Fragen Sie beim Schießstand oder den Schießobmann ihres Hegeringes.
  • Einige Büchsenmacher nehmen auch Munition an. Oft ist dies aber mit Kosten verbunden.
  • Seltene Kaliber kann man vielleicht einem Sammler schenken. Hier aber auf jeden Fall darauf achten, dass der Sammler zum Kreis der Berechtigten nach dem WaffG gehört.

Wenn Sie nicht Jäger oder Sportschütze sind und nicht zum Kreis der Berechtigten im Sinne des Waffengesetzes gehören. Dann gilt für Sie: Munition oder Waffen(teile) nicht anfassen und umgehend die Polizei informieren!

Teletakt für Wölfe soll Schafe schützen

Ein Halsband für Schafe soll dem Wolf beim Zubeißen einen Elektroschock verpassen und so vergrämen.

Wie das Online Magazin dolomitenstadt.at berichtet hat der Erfinder Michael Eder aus Ost-Tirol das Halsband entwickelt.

Das Halsband arbeitet ähnlich wie ein Teletakt Gerät, dass einige bei der Hundeausbildung benutzen, mit kurzen Elektroschocks. Bei dem neuen Schutzhalsband sind die Impulse allerdings nach außen gerichtet. Ziel ist es, den Wolf zu vergrämen und ihm die Lektion beizubringen, dass es schmerzhaft ist ein Schaf zu reißen. Gleichzeitig mit dem Elektroschock wird eine SMS auf das Handy des Schäfers gesendet, damit er schnell zur Herde kommen kann.

Das Halsband ist zum Patent angemeldet und befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase. Wenn alles so läuft wie es sich der Erfinder vorstelle dann soll es im April 2020 auf den Markt kommen.